Montag, 9. August 2010

♫♪ det er sommertid ♫♪

Inzwischen ist schon wieder fast Halbzeit. Heute in genau 8 Wochen kommt mein Mamilein hier an und stellt zusammen mit Bjarne sicher, dass ich auch wirklich mit zurück nach Dresden komme... ;) Und wäre ich vor lauter Freizeit schon eifrig Pläne für unseren Trip nach Bergen schmiede, neigt sich die Sommerzeit und mit ihr lavdrift (wörtlich übersetzt "Niedrigbetrieb") im Krankenhaus so langsam dem Ende entgegen. Ab nächster Woche werden neue Turnusärzte erwartet und damit wird wohl auch das Leben hier in Skien wieder etwas "lebhafter".

Während der letzten Wochen haben mich meine Besucher aus Deutschland mit 'nem ausgefüllten Freizeitprogramm versorgt.

Nachdem Clara abgereist stand für mich zunächst erstmal "lost in translation" auf dem Programm. Naja, das stimmt nicht ganz. Eigentlich hat das schon ein bisschen eher angefangen. Zum einen habe ich ja mit Clara Deutsch gesprochen, im Krankenhaus und mit Iselin Norwegisch und sobald Iselin und Clara gleichzeitig zur Stelle waren Englisch. War wohl ein bisschen viel für mich... Und so kam es bei hohen Sprachwechselfrequenzen (z.B. wir kochen zu dritt, erst geht Clara aus der Küche und Iselin und ich wechseln auf Norwegisch, dann kommt Clara zurück - 5 Sätze Englisch - Iselin geht raus) immer mal vor, dass ich Clara irgendwas erzählt hab und sie mich nur verständnislos angeschaut hat...
Zum anderen bin ich für 3 Wochen in die Plastische Chirurgie rotiert. Von 6 Assistenzärzten dort, kommt genau einer aus Norwegen, war aber dank Sommerferien die ganze Zeit nicht da. Der Rest spricht größtenteils Schwedisch, kommt aber u.a. aus Dänemark, Chile, Serbien, Kroatien und dem Iran. Das Chaos gipfelte dann an meinem letzten Tag dort darin, dass ich mit dem in Chile geborenen, in Dänemark aufgewachsenen, in Schweden lebenden Assistenzarzt Christian und dem frisch aus dem Urlaub zurückgekehrten Isländer Gudjon, der für lange Zeit in Dänemark gelebt hat, am OP-Tisch stand und meine Aushilfs-Norwegisch-Kenntnisse mit Christians Dänisch und Gudjons Isländisch-Dänisch-Mischung mit eingemischten norwegischen Worten (der Verständlichkeit wegen...) konfrontiert wurden. Uff!

Entspannung war aber in Sicht: Franzi hat sich auf die lange Reise in den hohen Norden gemacht und mir ein wundervolles Wochenende beschert.
In den Hauptrollen:

Die richtige Kulisse ...

...für ausführliche Mädchengespräche, ...

... ein Frosch, ...

... der nach und nach ...

... zum Prinzen wurde, ...


... und ganz viel leckeres Essen und kolsyreholdige leskedrikker. Das lange Wochenende war wie zu erwarten viel zu schnell vorbei und für Franzi gings weiter nach Istanbul und Rhodos.

Ablösung war aber schon in Sicht - Omi und Opi sind noch am gleichen Abend in Torp gelandet und wurden von mir in Empfang genommen. Nach der ersten Nacht zu dritt in meiner Wohnung hat sich glücklicherweise gezeigt, dass meine Bedenken bezüglich des Schlafens auf dem Sofa völlig unbegründet waren. Viel interessanter war es über die Zeit durch bloßes Lauschen (und ohne optische Überprüfung) herauszufinden, wer von beiden da wohl gerade genüsslich den norwegischen Wald abholzt... :) Aber keine Sorge - und vor allem kein schlechtes Gewissen ihr zwei! Habe wirklich genug Schlaf bekommen und hatte außerdem eine wundervolle Woche mit euch! :*

Mit Omi und Opi auf dem Weg ins Zentrum von Skien


Ibsentreppe - eine der vielen "Sehenswürdigkeiten", die nach Henrik Ibsen, geboren in Skien, benannt sind


Traditionelle Holzhäuser im Brekkeparken


Gesichtsmasken - DAS Accessoire für einen ordentlichen Mädelsabend mit passendem Film


Ausflug nach Brevik...

... und von da aus mit der Fähre durch den Skjærgården.

Weil wir so unheimlich sympathisch sind, hat uns der nette Fährmann 2 Stunden lang umsonst durch den Fjord geschippert...

... vorbei an meinem zukünftigen Sommerhäuschen! :)


Sonntagsausflug nach Langesund


Und zum Schluss ein Bild für alle, die mich in letzter Zeit gefragt haben, ob es bei mir in Norwegen schon schneit...

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